…Leben vor dem Tod

Die Jahre hinterlass`n ihre Spuren
und i will sie gar net versteck`n
Die Sünden sind verbunden mit Zensuren
i weiß no`, wia sie schmeck`n

Die Abenteuer war`n das Salz meines Lebens
der Sprung in`s kalte Wasser war selten vergebens
und immer wieder spür` i den gewissen Schwung
und fühl` mi unbeschreiblich jung,
fühl` mi unbeschreiblich jung.

I denk net mehr an Tränen, die i g`weint hab
i mach sie alle auf – die zuag`machten Tür`n
kann sein, daß i dahinter was versäumt hab
es ist ka Zeit mehr zu verlier`n.

Auf`s Paradies kann i mi net verlass`n,
i muaß mi jetzt und hier mit mir befass`n,
denn was i jetzt aus mir mach, ist wesentlich,
und das was bleibt unter`m Strich,
was bleibt unter`m Strich.

Da gibt`s Widersprüche, die sich in mir reiben,
sie war`n bestimmend für mei ganzes Leben,
da ist die Angst, einmal liegenzubleiben,
kampflos und ergeben.

Aber no bin i stark, no hob i a Schneid`,
no renn i geg`n den Wind und geg`n die Lethargie der Zeit,
i glaub an mei Kraft, die mi no nie verlass`n hat,
und an ein Leben vor dem Tod,
glaub an das Leben vor dem Tod.